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Il Canto XXXIII della Divina Commedia di Dante
(Il conte Ugolino)
33. Gesang aus Dantes "Göttlicher Komödie" (Graf Ugolino)

von Gaetano Donizetti
Text: Dante Alighieri

Kantate für Bassbariton mit Klavierbegleitung

Randal Turner - Bassbariton
Manfred Hermann Lehner - Musikalische Leitung / Pianist

Deutsche Erstaufführung: 22.11.2008, Stadttheater Ingolstadt

 
Dante und Vergil im neunten Höllenkreis,
Ölgemälde von Gustave Doré (1861).
Die dargestellte Begegnung zwischen Dante, Vergil und dem Grafen Ugolino entspricht sowohl dem Inhalt des 33. Gesanges aus der Hölle von Dantes Göttlicher Komödie als auch Donizettis Kantate:
Ugolino ist im ewigen Eis des untersten Höllenzirkels festgefroren und berichtet Dante und Vergil von seinem Tod und der Verdammnis, für immer am Schädel seines politischen Feindes nagen zu müssen.
 

Das Werk, ein wunderbares Beispiel für die musikalische Gattung der Salonkantate, ist eine Vertonung des 33. Gesanges aus der Hölle von Dante Alighieris Göttlicher Komödie. Es wurde erst 1843, lange nach seiner eigentlichen Niederschrift 1828 publiziert und ist ein Stück vertonte Weltliteratur.
Der formal eigenwillig komponierte Monolog ist dem Bassisten Luigi Lablache gewidmet. Es ist kein Zufall, dass Donizetti den Canto XXXIII 1828 zur selben Zeit verfasste, als Luigi Lablache eine andere Oper des Komponisten, L'esule di Roma - Der Verbannte von Rom bei ihrer Uraufführung in Neapel zum Sensationserfolg machte.

Dante erinnert im 33. Gesang an einen historischen Vorfall: Er dokumentiert das grausame Ende des Statthalters von Pisa, Ugolino della Gherardesca. Dieser wurde 1289, nach einem niedergeschlagenen Aufstand, von seinem mächtigsten politischen Gegner mitsamt seinen Söhnen und Enkeln in einen Turm gesperrt. Der Turmschlüssel wurde in den Arno geworfen und die Gefangenen dem Hungertod überlassen.

Der Dichter lässt den greisen Protagonisten seine Söhne und Enkel überleben, und ihn im verzweifelten Kampf gegen den unausweichlichen Tod zum Kannibalen werden. Auf diese Tragödie geht der Begriff Hungerturm zurück.

Die Ugolino-Episode aus dem 33. Gesang der Hölle wurde in der italienischen Musikgeschichte auch von anderen Komponisten vertont: 1805 von Niccolò Zingarelli sowie um 1834 als Solokantate für Bariton mit Klavierbegleitung von Francesco Morlacchi.

Konzertmitschnitt:

Echo:

Donaukurier No. 274,
24 November 2008,
von Jesko Schulze-Reimpell

 

 

 

 

http://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/art598,1976793


Prof. Alexander Weatherson über die Aufnahme von Teresa e Gianfaldoni und Canto XXXIII anlässlich der Konzerte im Stadttheater Ingolstadt