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| Teresa e Gianfaldoni von Gaetano Donizetti: Cantata
a due voci con accompagnamento di Piano-forte Merit
Ostermann - Mezzosopran Deutsche Erstaufführung: 22.11.2008, Stadttheater Ingolstadt
Das Werk, ein Referenzbeispiel für das musikalische Genre Salonkantate, entstand wahrscheinlich um 1821, zu einer Zeit, als Donizetti noch den stilistischen Kompositionsidealen seines Lehrers Johann Simon Mayr verpflichtet war. Es wurde vom römischen Musikverlag Ratti e Cencetti gedruckt und vertrieben und dürfte sich um Donizettis erstes publiziertes Werk überhaupt handeln. Die Kantate thematisiert eine historische Begebenheit, die sich am 30.5.1770 in Irigny bei Lyon ereignete: Am Altar einer Hauskapelle begehen zwei Liebende Doppelselbstmord, weil der Vater des Mädchens deren Beziehung nicht akzeptiert. Die Tragödie erregte europaweit Aufsehen und wurde umgehend literarisch verarbeitet: Der Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau logierte zur Tatzeit des Unglücks zufälligerweise in Lyon im Hotel der Eltern des Mädchens. Er verfasste eine berührende Grabinschrift für die unglücklichen Liebenden. Voltaire erwähnte den Vorfall detailliert in einer Neuausgabe seines Dictionnaire Philosophique, und der französische Schriftsteller Nicolas-Germain Léonard machte 1783 das Paar zu den Protagonisten seines Romans Briefe zweier Liebender aus Lyon. Donizettis Kantate basiert auf einer italienischen Adaption dieses Romans. Das Duodrama, ein musikalisch in sich geschlossenes Werk, ist formal aufgebaut wie der Schlussakt einer tragischen Oper. Es dokumentiert das letzte Treffen der Liebenden und die Endgültigkeit ihres Entschlusses, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Francesco Florimo (1800-1888), ein italienischer Musikbiograph, berichtet in seiner Anthologie La scuola musicale di Napoli (1880) von einer konzertanten Privataufführung von Teresa e Gianfaldoni im Jahre 1821 in Mantua. Konzertmitschnitt: Echo:
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